Ungehindert engagiert: Einsatz für die schützenswerte Küstendünenheide

„Hut ab!“ für das 10jährige Engagement-Jubiläum im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer! Ein Team von proWerk Bethel, dem elf Menschen mit seelischer bzw. geistiger Behinderung angehören, zeigte auf der Insel Wangerooge Ende August wieder für fünf Tage, was in Sachen praktischer Naturschutz in ihnen steckt:

Zwei Personen arbeiten mit Hacken zwischen Kartoffel-Rosen-Sträuchern, im Hintergrund ein Nationalpark-Schild

Freiwillige vom Team proWerk Bethel beim Naturschutzeinsatz auf Wangerooge © Imke Zwoch

Standortfremden Pflanzenarten wie der Späten Trauben-Kirsche, der Kartoffel-Rose und der Apfel-Beere ging es sprichwörtlich an den Kragen. Mit vollem Körpereinsatz entfernten die Freiwilligen die Neophyten, die andernfalls die lichtliebende Heidevegetation überwachsen. Geplant wurde der Einsatz durch die Nationalparkverwaltung und betreut durch den Mellumrat. Was sich inzwischen nach einer Dekade Freiwilligeneinsatz auf Wangerooge zeigt: Die typische Vegetation der Küstendünenheide kann sich dort langsam wieder ausbreiten – ein sichtbarer und motivierender Erfolg!

Der freiwillige Arbeitseinsatz der Bethel-Gruppe ist ein beispielhaftes Veranstaltungsformat, um Menschen mit Einschränkungen das Weltnaturerbe Wattenmeer zu vermitteln und sie bei dessen Schutz einzubeziehen. Daher wird die Aktion in diesem Jahr im Rahmen des deutsch-niederländischen Förderprojekts INTERREG V A „Watten-Agenda 2.0“ unterstützt.

Gruppe in Heidelandschaft, die einen großen symbolischen Check vor sich hält

Das ehrenamtliche Team vom proWerk Bethel mit Unterstützerinnen und Unterstützern von der Nationalparkverwaltung, vom Mellumrat und der Inselgärtnerei Wangerooge © Hans-Friedrich Stenzel

 

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