Förderprojekt 2012: „Schützt die endemische Rhön-Quellschnecke“ (BR Rhön)

Freiwillige bei Quellforschung im Wald

Freiwillige des AK „Rhöner Quellen“ untersuchen eine Quelle im Biosphärenreservat Rhön, © Helmut Steiner

Datum: Fortlaufend in 2012

Aktivitäten der Freiwilligen: Untersuchung von mindestens 100 Quellen auf das Vorkommen der endemischen Rhön-Quellschnecke, dazu gehören:

  • Suche und Kartierung noch nicht erfasster Quellen (mittels GPS)
  • Erfassung der Artenzusammensetzung mit Schwerpunkt Rhön-Quellschnecke
  • Erfassung der Wasserwerte (Temperatur, pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit)
  • Erfassung der Biotopstrukturen in den einzelnen Quellbiotopen
  • Erstellen eines Erfassungsbogens pro Quelle mit Maßnahmenvorschlägen zur Verbesserung der Quellbiotope
  • Erfassung der Daten für die GIS-Datenbank des Biosphärenreservats Rhön

Hintergrund und Ziel: Die endemische Rhön-Quellschnecke (Bythinella compressa) gilt als Glazialrelikt und ist durch menschliche Einflüsse (z.B. Einträge aus der Landwirtschaft, unsachgemäße Forstwirtschaft und Quellfassungen) stark bedroht. Das Projekt dient dem Schutz von Quellbiotopen, in denen die Art vorkommt.

Teilnehmende: Ca. 15 bis 20 Freiwillige aus dem Arbeitskreis „Rhöner Quellen“ (i. d. R. Mitglieder des Landesverbandes für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V.). Es handelt sich um einen seit 2005 bestehenden Arbeitskreis, der kontinuierlich das Projekt „Rhöner Quellen“ betreut und durch gezielte Untersuchungen die Lage und Artenzusammensetzung der gesetzlich geschützten Quellbiotope erfasst und an Renaturierungsmaßnahmen mitarbeitet.