Pilotprojekt 2013: Moorrenaturierung und -sicherung im Müritz-Nationalpark

Das „Ehrensache Natur“-Pilotprojekt 2013 hat zum Ziel, 14 Waldmoore im Müritz-Nationalpark mit Hilfe von Ehrenamtlichen dauerhaft zu sichern.

Freiwillige verfüllen mit Schaufeln Gräben im Wald

Freiwillige bei der Arbeit im Moor © Bildarchiv Nationalparkamt Müritz

Hintergrund

Die in der Vergangenheit stark entwässerten Waldmoore, wurden nach der Gründung des Müritz-Nationalparks provisorisch verschlossen. Diese provisorischen Staue sind durch die hohen Niederschläge und die damit verbundenen hohen Wasserstände inzwischen häufig stark erodiert. Die vom Wasserverlust betroffenen Moore drohen ihre ökologische Funktion zu verlieren, die sie z.B. als Kohlenstoff-Senke (Klimaschutz), als Wasserspeicher und Lebensraum seltener Arten haben. Für die Renaturierung der meisten dieser Waldmoore ist Handarbeit notwendig, weil ihre unzugängliche Lage Maschineneinsatz nur schwer möglich macht.

Was passiert im Pilotprojekt?

Ehrenamtliche des NABU, des BUND und weitere Freiwillige werden  geworben, um im Rahmen von ein- und mehrtägigen Einsätzen die Moore zu sichern. Angeleitet durch Ranger und weitere Fachleute verfüllen sie Gräben, bauen verwitterungsfeste Geotex-Matten ein und befestigen Staue. Mithilfe von zwei digitalen Wasserstandszählern wird beispielhaft der Erfolg der Staumaßnahmen überwacht und dokumentiert.
Zeitplan:
Februar und März: Auswahl der in Frage kommenden Moore
März: Detailplanung
Mai bis Juli: Werbung von Freiwilligen, Pressearbeit
Juli: Materialbeschaffung
Juli bis September: Durchführung der Renaturierungs- und Sicherungsmaßnahmen